Got Bag Gave Back: Wie Berliner Ledertaschen Berlin helfen 25.02.2020

Got bag. Gave back.

Fünf Jahre nach dem Launch von HOLZRICHTER Berlin begann auch für uns eine neue Reise: Die Auseinandersetzung mit sozialer Verantwortung und das Bewusstsein, etwas zurückgeben zu wollen: Berlin, der Stadt, der wir viel zu verdanken haben – Heimat, Lebensgefühl, Inspiration. Es gibt wenige Orte, an denen man sich so nah am Puls der Zeit befindet und gleichzeitig die Relikte der Vergangenheit spürt. Wir schöpfen ganz viel aus dieser Stadt und sie hat somit einen ganz bedeutenden Anteil an der Identität und somit auch Ästhetik unserer Kollektion und der Marke HOLZRICHTER Berlin insgesamt.

Doch manchmal vergessen wir nach links und rechts zu schauen, wenn wir durch Berlins Straßen ins Office, zum Einkaufen oder nach Hause gehen. Das wollten wir unbedingt ändern und den Blick auch auf die Schattenseiten dieser einmaligen Stadt richten. Denn Berlins Straßen können rau und von täglichen Herausforderungen geprägt sein: Wenn die Minusgrade kommen sind etwa 40.000 Menschen von Kälte bedroht und auf Hilfe angewiesen. Im vergangenen Winter hat die Kältehilfe der Berliner Stadtmission 52.960 Übernachtungen organisiert und damit fast die Hälfte aller Übernachtungen von Obdachlosen in Berlin ermöglicht. Mit Kältebussen, Kälte-Notübernachtungen und einem Nachtcafé versucht der Verein in der kalten Jahreszeit zu helfen, denn für Wohnungslose sind bereits Temperaturen um die fünf Grad eine ernsthafte Bedrohung.

Berliner Stadtmission

Pop-up Charity Sale: 50 % Rabatt – 100 % Spende

Um den Verein und die damit verbundene Initiative zu unterstützen, öffneten sich am 7. Dezember 2019 erstmals die Türen eines HOLZRICHTER Berlin Pop-up-Stores. Eine besondere Premiere, denn mit dem Offline-Verkauf unserer Kollektion durften wir auch unsere Kunden endlich persönlich kennenlernen. Die intensiven Gespräche über das besondere HOLZRICHTER Leder und die verschiedenen Styles unserer Taschen, die wir mit bis zu 50 Prozent Rabatt angeboten haben, sind dabei besonders in Erinnerung geblieben.

Pop-up Charity Event in der alten Josty Brauerei

„Für mich war es eine unglaublich wertvolle Erfahrung, persönlich beraten zu können. Der direkte Kontakt ermöglicht nachhaltige Eindrücke, mit denen wir uns zukünftig weiter verbessern können“, ist das Fazit von Antonio Batinovic, Head of Content. Dass der Pop-up-Store eine gelungene Ergänzung zu unserem Online-Atelier ist, findet auch Stefan: „Ich bin durch Instagram zu einem echten Fan von HOLZRICHTER Berlin geworden. Deshalb bin ich heute hier und natürlich auch gleich fündig geworden.“ Das positive Feedback und die Vertrautheit vieler Gäste mit unserer Marke ist für uns als junges Unternehmen nicht selbstverständlich. „Wir sind sehr dankbar und stolz, wie viele an unserem Event teilgenommen und uns auf unserer Mission unterstützt haben, Spenden für die Berliner Kältehilfe zu sammeln“, so CEO Alexander Korduan nach der Veranstaltung.

Workshop im Berliner TEXTILHAFEN

Engagement im TEXTILHAFEN

Im Rahmen eines Workshops wurden wir einige Wochen später zur Spendenübergabe in den TEXTILHAFEN eingeladen, einen ergänzenden Standort der Berliner Stadtmission, der für die ganzheitliche Integration von Textilspenden geschaffen wurde. Hier haben wir vom Kreislauf gespendeter Textilien, aber auch von Problemen, Herausforderungen und Hürden erfahren. Zwar werden wöchentlich über zehn Tonnen Textilspenden gesammelt, doch sind diese durchschnittlich zu 60 Prozent unbrauchbar: 80 Prozent der Spenden bestehen zum Beispiel aus Frauenbekleidung, allerdings wird größtenteils Garderobe für Männer benötigt. Um die daraus resultierende Arbeit bewältigen zu können, braucht es viele helfende Hände und eine Menge Organisationstalent. Geleitet wird der TEXTILHAFEN von Mario Weindl, einem gelernten Logistiker, der mit seinem Team aus Freiwilligen, Angestellten und Studenten die Sortierung der Spenden organisiert. Was sich nicht für öffentliche Kleiderkammern eignet, wird entweder in einem der sechs Kiezläden verkauft oder an Upcycling-Designer weitergereicht.

Darüber hinaus lädt der TEXTILHAFEN auch zu „Pay what you can“-Vintage-Sales ein. „Wir empfangen hier ein ganz buntes, typisch berlinerisches Publikum. Vom Architektenpaar, das 15 Euro pro Kleidungsstück ausgibt bis zum Studenten, der weniger bezahlen kann“, erzählt Mario Weindl. Durch vielfältiges Engagement werden somit Gelder für die Berliner Stadtmission generiert, die davon Projekte wie die Kältehilfe finanziert und gleichzeitig umweltbelastende Wege vermieden: Statt Textilien zu kaufen, die am anderen Ende der Welt produziert und schließlich als Altkleider dorthin zurückgeschickt werden, steht hier der regionale Kreislauf der Textilien im Fokus. Doch neben seiner logistischen Funktion ist der TEXTILHAFEN auch ein Ort der Begegnung und des gemeinschaftlichen Lernens: In Workshops wird zum Beispiel das Stricken oder Umschneidern von gebrauchter Kleidung vermittelt – aber auch die Bedienung einer Nähmaschine oder eines Webstuhls. Ein insgesamt großartiges Projekt, das wir aus Überzeugung mit 3.600 Euro aus dem Erlös des Charity Sales unterstützen.

Alexander Korduan im Berliner TEXTILHAFEN

Weitere Informationen zur Kältehilfe und zum TEXTILHAFEN finden Sie unter https://www.kaeltehilfe-berlin.de/ und href=“https://www.berliner-stadtmission.de/komm-und-sieh/kleiderspenden/kleiderspenden/textilhafen .