New Work auf der Spur: Im Interview mit der Berliner Gründerin Viktoria Lindner 16.03.2020

New Work auf der Spur: Im Interview mit der Berliner Gründerin Viktoria Lindner

Berlin wird durch eine faszinierende Szene an jungen Individualisten geprägt, sie bestimmen das Bild der Stadt und haben keine Angst davor, ihren ganz eigenen Weg zu gehen. Doch wer sind diese Charaktere? In unserer Serie “Made for Originals” stellen wir Berliner Originale vor und begleiten sie auf ihren ganz individuellen Reisen des Alltags. Heute begleiten wir die Berliner Gründerin Viktoria Lindner auf ihren Reisen des Alltags.

1. Hallo Viktoria, danke für die Einladung in dein wunderschönes Appartement hier in Berlin-Mitte. Könntest du kurz erzählen, wer du bist und was du machst?

Gern! Schön, dass ihr es geschafft habt. Ich bin Viktoria, 27 Jahre alt, in Berlin geboren und aufgewachsen. Meine Familie lebt seit jeher in Pankow und dort steht auch unser Haus. Ich bin schon relativ früh ins Ausland gegangen, aber inzwischen wohne ich wieder in Berlin-Mitte, denn mit 25, nach meinem Psychologiestudium, bin ich mit einem selbst gegründeten Start-up im Human-Ressource-Bereich in die Berliner Gründerszene gestartet.

2. Du hast früh begonnen mit Start-ups wie foodspring und HeyCar zu arbeiten. Was fasziniert dich besonders an der Gründerszene?

Die vielen mutigen Leute, die man trifft und deren Fokus nicht mehr auf Sicherheit und Vorhersagbarkeit liegt, sondern Selbstentfaltung, Kreativität und der Umsetzung eigener Ideen. Sich frei entfalten zu können, hat eine ganz entscheidende Bedeutung – auch wenn es keine Garantie für Erfolg, einen Firmenwagen oder ein regelmäßiges Einkommen und somit eine gesicherte Zukunft gibt.

3. Mit deiner Firma DRIVE!MPACT betreust du deine Kunden auf dem spannenden Weg der Expansion und des Wachstums. Was sind das für Unternehmen, denen du zur Seite stehst?

Meistens arbeiten wir mit High-Growth Start-ups, auch Scale-ups genannt, oder aber mit Start-ups, die gerade frische gestartet sind. Wir helfen in einer jungen Phase dabei, Key-Positionen zu besetzen und Talente zu finden, wenn das Employer Branding oder die Bekanntheit der Unternehmen noch nicht so groß sind. Allerdings unterstützen wir Unternehmen auch, wenn es darum geht, schnell zu wachsen und dann HR-Strukturen nachzuziehen, damit das Wachstum nicht nur quantitativ stattfindet, sondern auch qualitativ. Das funktioniert, indem man zum Beispiel Kulturmaßnahmen und Maßnahmen zur Mitarbeiterentwicklung einführt, sodass man letzten Endes die interne Kommunikation ausbreitet.

Viktoria Lindner_Couch

4. Welche Herausforderungen hilfst du dabei typischerweise zu meistern und wie geht dein Team dabei vor?

Wir helfen vor allem bei dem Thema Talentfindung, was besonders in Berlin super schwierig ist, weil hier ein regelrechter War of Talent herrscht. Zum anderen unterstützen wir dabei, interne Human-Ressource-Strukturen aufzusetzen, die nicht nur helfen Mitarbeiter zu bekommen, sondern sie letzten Endes auch zu halten und zu entwickeln. Denn wenn die Person nach drei Monaten wieder geht, weil sie nicht gut eingearbeitet wurde und sich letzten Endes nicht wohl gefühlt und keine Bindung zum Unternehmen aufgebaut hat, sind die Kosten auch auf Unternehmensseite enorm.

Die Zusammenarbeit mit einem neuen Kunden beginnen wir normalerweise mit einem sehr intensiven Vorgespräch, bei dem wir analysieren, wo die typischen Bottlenecks sind und wo es überhaupt hakt. Dann stellen wir fest, was der Erfolg unseres Projekts überhaupt bedeuten würde: Also was sind die Objectives und wie sieht die Timeline aus. Anschließend erarbeiten wir eine komplette Roadmap. Weil wir ein People-Business sind und die Mithilfe von unserem Kunden und letzten Endes von den Teams brauchen, stellen wir dabei immer sicher, dass das Management absolut committed ist und dass sie uns Zeit einräumen für Workshops und Meetings. Erst dann fangen wir an, sie durch einen End-to-End-Projektraum durch gewisse Themen zu führen, z. B. eine interne Leadership-Academy aufzubauen oder einen Feedback-Zyklus einzuführen.

5. Welche Vision hast du für DRIVE!MPACT?

DRIVE!MPACT soll DER Sparring-Partner für Start-ups werden, was den gesamten Bereich Talent betrifft. Wir wollen Scale-Ups dabei unterstützen, Talente zu finden, sie zu befähigen und dadurch zu halten. Letztlich wollen wir so auch dazu beitragen, bessere Unternehmen zu schaffen.

6. Wie sieht dein Arbeitsalltag und der deines Teams aus?

Wir sind ein komplettes Remote-Team. Wenn wir möchten, können wir zusammenarbeiten, weil wir diverse Coworking-Mitgliedschaften haben, an denen wir uns auch zweimal die Woche treffen, generell sind wir aber sehr viel beim Kunden. Jeder Consultant aus meinem Team hat meistens zwei Kunden, die er parallel betreut und ist dann tatsächlich auch sehr autonom darin, diesen Kunden zufriedenzustellen und entsprechend an seinen eigenen Projekten zu arbeiten. Dabei kommunizieren wir sehr viel über Slack und über Video-Konferenzen.

7. Du scheinst viel unterwegs zu sein. Welche Key Pieces dürfen in deinem Rucksack auf diesen kleinen Reisen des Alltags nicht fehlen?

Um schnell reagieren zu können, ist für mich natürlich mein Laptop super wichtig, den habe ich immer in meiner HOLZRICHTER Hülle dabei. Zu Weihnachten habe ich dem ganzen Team eines eurer Sleeves geschenkt, als etwas, das uns alle verbindet und um die Kultur zu fördern. Ich wollte meinem Team eine kleine, aber besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen und nicht nur das typische Weihnachtsessen. Aber zurück zur Kernfrage: Handy und Kopfhörer sind auch immer dabei, da ich viel in Telefonkonferenzen arbeite.

Viktoria Lindner_Tür

HOLZRICHTER Berlin Rucksack No 4-1 (L) cognac

8. Wir sind auf dem Weg in die Tucholskystraße zu deinem Lieblingscafé. Du stammst selbst aus Berlin und wohnst nun im Herzen Mittes: Inwieweit hat dich die Stadt auf deinem Werdegang beeinflusst?

Tatsächlich hat mich Berlin sehr beeinflusst. Ich glaube, ich bin eine Vollblut-Berlinerin und gleichzeitig eine etwas andere Berlinerin. Ich würde mich vermutlich nie bewusst für Berlin als Wohnort entscheiden, wäre es nicht mein Zuhause. Heimat ist einfach etwas ganz Besonders, das kann jeder nachvollziehen. Berlin ist für mich aber nicht unbedingt die schönste Stadt, wie beispielsweise Amsterdam oder Barcelona, aber ich habe hier einfach dieses besondere Gefühl, dieses absolute „Ich kenne jede Ecke", „Ich weiß ganz genau, wie ich wo hinkomme".

Die Transformation der Stadt habe ich bewusst erlebt und natürlich hat mich das auf meinem Werdegang beeinflusst, denn hier trifft man tatsächlich viele kreative Menschen, die aus ihrem Alltag ausbrechen, Dinge schaffen wollen und dabei grenzenlos, risikoreich und ambitioniert sind und keine Angst vor Veränderungen haben. Solche Begegnungen sind eine enorme Inspiration.

Viktoria Lindner_Frontal

9. Welche Einflüsse und Charakteristika schätzt du an Berlin besonders? Was macht diese Stadt so einzigartig für dich?

Berlin ist erstmal durch seine Größe besonders und dass es aus so vielen kleinen Städten besteht. Ob man jetzt in Kreuzberg ist oder im Wedding oder in Mitte oder auf dem Prenzlauer Berg, es fühlt sich jedes Mal an, als wäre man in einer anderen Stadt. Jeder Kiez ist wie eine eigene, kleine Stadt. Man kann sagen, „Heute möchte ich mal dieser Typ sein“, oder „Heute möchte ich mal jene Persönlichkeitseigenschaft ausleben“ und entsprechend kann man sich dazu im passenden Stadtteil befinden. Was ich auch liebe, ist der Sommer in Berlin, denn die Menschen sind froh, sind glücklich auf den Straßen. Wir haben super viele kleine Open-Airs und einfach eine tolle Kultur. Man hört zwar von außen, dass Berliner rough und nicht so offen sind, aber ich sehe das anders. Ich finde, dass wir eine sehr weltoffene Stadt sind.

HOLZRICHTER Berlin Rucksack No 4-1 (L) cognac

10. Zu welchen Orten treibt es dich, wenn du selbst auf der Suche nach Inspiration bist?

Ich gehe gern an der Spree spazieren, direkt am Regierungsviertel und an den ganzen Museen entlang. Das ist quasi mein Lieblingsort oder mein Lieblingsweg in Berlin, weil es zwischen den modernen und den älteren Gebäuden sehr inspirierend ist. Manchmal packe ich nur schnell ein paar Sachen zusammen, schmeiße mir meine Umhängetasche No 1-2 um, mache mir Kopfhörer rein, höre Musik und lasse mich treiben, um einfach ein bisschen runterzukommen. Auch in der Natur finde ich viel Inspiration. Das sagt zum Beispiel auch die Forschung: Inspiration kann nur funktionieren, wenn man sich selbst Ruhe gibt. Darum geht es mir dann auch. Es ist nicht so, als würde ich spazieren gehen, um Ideen sofort hochkommen zu lassen, sondern vor allem, um abzuschalten – damit ich dann bei der Arbeit auch wieder die Möglichkeit habe, Kreativität zu zeigen.

11. Wenn du unseren Lesern ein wenig Inspiration mit auf den Weg geben würdest, welche drei Bücher würdest du ihnen an’s Herz legen?

„Principles“ von Ray Dalio ist ein sehr interessantes Buch, dessen Prinzipien wir tatsächlich auch viel im Unternehmen verwenden. Das hat mich und mein Team sehr inspiriert. „Fierce Conversations“ von Susan Scott ist auch sehr interessant: „Eine schlechte Konversation ist nur die, die man nicht geführt hat“, ist der Key-Punkt von dem Buch. Nummer drei ist „The Top Five Regrets of the Dying“ von Bronnie Ware. Darin geht es um die fünf Dinge, die Menschen, die im Sterben liegen am meisten bereuen. Eine Krankenschwester, die sterbende ältere Leute betreut, hat dazu Interviews geführt und gefragt, was die Menschen im Leben anders machen würden und ein sehr inspirierendes Buch darüber geschrieben.

12. Wenn du nicht gerade Start-Ups berätst, was machst du am liebsten in deiner Freizeit?

Mein Freund und ich lieben Kitesurfen. Immer wenn Wind ist, nutzen wir das aus und gehen surfen. Vor Kurzem waren wir auf Sri Lanka, wunderschöne Kulisse und viel Wind in den Segeln. Ich mache auch gerne Yoga und gehe sehr gern laufen. Ich bin eine absolute Joggerin, die das auch zum Entspannen nutzt. Dadurch, dass meine Eltern wie gesagt am Rand von Berlin im Grünen wohnen, fahre ich sehr gerne raus, um im Garten abzuhängen, zu grillen, Lagerfeuer zu machen und spazieren zu gehen.

HOLZRICHTER Berlin Umhängetasche No 1-2 (M) cognac

13. Was gefällt dir besonders an der HOLZRICHTER Berlin Originals Kollektion?

Ganz besonders, dass es ein Berliner Produkt ist. Ich unterstütze gerne lokale Firmen und Brands. Außerdem bin ich eine Person, die naturgetreue Materialien sehr schätzt. Ich mag gedeckte und natürliche Farben und alles, was sich haptisch nach Natur anfühlt. Das macht den besonderen Reiz von HOLZRICHTER für mich aus.

Viktoria Lindner_Tür

HOLZRICHTER Berlin Umhängetasche No 1-2 (M) cognac

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